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Pankl Racing akkumulieren


08.05.2002
Raiffeisen Centrobank

Die Analysten der Raiffeisen Centrobank haben auf Grund der jüngsten Testergebnisse für den Pankl-Konverter ihre Empfehlung für Aktien von Pankl Racing Systems (WKN 914732) von "kaufen" auf "akkumulieren" zurückgenommen.

Die mit Verzögerungen abgeschlossenen Brauchbarkeitstests hätten nur teilweise die erhofften Ergebnisse gebracht. Zwar werde von den Gutachtern des Dieselmotorenherstellers Deutz dem Pankl-Konverter eine hervorragende Filterwirkung attestiert, die Umwandlung (= Konvertierung) der Russpartikel gelinge jedoch nur in geringem Ausmaß. Das Pankl-Produkt sei damit nur als Filterlösung einsetzbar und müsse wie andere Konkurrenzfilter in regelmäßigen Abständen gereinigt oder ausgetauscht werden. Die bisherigen positiven Testerfahrungen unter Laborbedingungen hätten im Gegensatz dazu eine hohe Umwandlungsrate der Russpartikel gezeigt, wodurch lediglich eine Wartung im Jahresabstand erforderlich gewesen wäre.

Bisher habe sich die Industrie auf die Erreichung der EURO IV-Norm (75% Partikelreduktion) konzentriert, die ab dem Jahr 2005 gültig sei. Da jedoch bereits 2008 die verschärfte EURO V-Norm (85% Partikelreduktion) in Kraft trete, würden die meisten LKW-Hersteller aufgrund des kurzen Umsetzungszeitraums die EURO IV Regel überspringen und sofort zur EURO V übergehen. Zudem werde in Deutschland über eine Förderung für EURO V-taugliche LKWs diskutiert, die wesentliche Wettbewerbsvorteile für entsprechende Systeme bringen würde.


Dies sei sehr positiv für den Pankl-Filter, der mit 85% Partikelreduktion bereits heute die ab 2008 gültige EURO V-Norm sowie die ab 2007 gültige US-Norm erreiche. Gemeinsam mit den drei Forschungspartnern, die aufgrund des Gutachtens die Entwicklungs-kooperationen fortsetzten, solle der Pankl-Filter nun mit ergänzenden Katalysatorsystemen (insbesondere einem SCR-Kat) kombiniert und damit zur Marktreife im Sinne der EURO V geführt würden. Pankl gehe davon aus, dass die Entwicklung eines serienreifen Katalysatoren-systems noch drei Jahre dauern werde und erwartet daher nennenswerte Umsätze aus dem Pankl-Filter erst ab Mitte 2005.

Die am 8. Mai überraschend vorgelegten Umsatzzahlen für das 1. Halbjahr seien mit EUR 30,8 Mio. (+ 16,2% gegenüber dem Vorjahreszeitraum) zwar in der von Pankl angekündigten Bandbreite von 15 - 20% Zuwachs gelegen, doch etwas unter den Erwartungen der Analysten . Nach einem Umsatzanstieg um 17,2% im 1. Quartal sei die Steigerungsrate im 2. Quartal auf 15,4% gesunken, obwohl zum 1. Quartal noch ein erfreulich starker Zuwachs im Auftragsstand für das 2. Quartal von 29% veröffentlicht worden sei. Ertragszahlen zum 1. Halbjahr seien noch nicht genannt worden. Der vollständige Halbjahresbericht werde am 28.5. vorgelegt.

Beurteilung und Empfehlung: Die Analysten sehen in den Testergebnissen einen wesentlichen Rückschlag für den Pankl-Konverter. Wenngleich Pankl bezüglich der Markteinführung weiterhin optimistisch sei, erhöhe der große Zeithorizont bis 2005 die Gefahr, dass die hervorragende Filterwirkung des Pankl-Konverters von Konkurrenzprodukten erreicht oder sogar übertroffen werde. Ein möglicher Wert des Katalysatorprojektes werde daher von den Analysten nicht mehr im Kursziel berücksichtigt, wenngleich die Realisierungschancen von Pankl durchaus noch positiv eingeschätzt würden.

Als Folge des Sparkurses im Motorrennsport sowie der Umsatzzahlen des 1. Halbjahres hätten die Analysten auch ihre Schätzungen zurückgenommen. Mögliche Veränderungen im Bereich der F&E-Ausgaben für den Konverter seien für Pankl zur Zeit nicht abschätzbar. Das Kursziel für das Stammgeschäft senken die Analysten aufgrund der Überarbeitung des DCF-Modells von EUR 39 auf EUR 32. Im Hinblick auf die unverändert sehr gute Ertragskraft, die hohen operativen Cash-Flows sowie der langfristig sehr guten Wachstumsperspektiven im Motorrennsport und der Flugzeugindustrie sei der Kurssturz der Aktie als Folge der Konverter-Meldung völlig übertrieben und als Überreaktion anzusehen.

Da die Verunsicherung der Investoren in den nächsten Wochen und Monaten eine Orientierung am fairen Wert jedoch verzögern könnte und die weitere Dynamik der Sparmaßnahmen im Motorrennsport zur Zeit noch kaum abschätzbar sei, stufen die Analysten der Raiffeisen Centrobank die Aktie von Pankl Racing von "kaufen" auf "übergewichten" zurück.




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